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Prof. Dr. Silja Vöneky

Institut für Öffentliches Recht, Abteilung 2 (Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Rechtsethik)

Kontakt

Telefon: 0761/203-2206 (Sekretariat)

E-Mail: voelkerrecht@jura.uni-freiburg.de

Institut für Öffentliches Recht

Abteilung 2 (Völkerrecht, Rechtsvergleichung und Rechtsethik)

Rechtswissenschaftliche Fakultät

Universität Freiburg
Platz der Alten Synagoge 1
79098 Freiburg im Breisgau

 

Lebenslauf

 

Prof. Dr. Silja N.U. Vöneky ist (Co-)Direktorin des Instituts für Öffentliches Recht, Professorin für Völkerrecht, Rechtsethik und Rechtsvergleichung und assoziiertes Mitglied des Instituts für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie an der Universität Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Umwelt- und Seevölkerrecht, dem Recht der Sicherheit und im Humanitären Völkerrecht, in der Ethisierung des Rechts und in Fragen demokratischer Legitimation, zudem im Biomedizinrecht und in der Biomedizinethik sowie in der Governance katastrophaler und existentieller Risiken.

Silja Vöneky studierte Rechtswissenschaft und Rechtsphilosophie an den Universitäten Freiburg, Bonn, Edinburgh (UK) und Heidelberg. Nach ihrer Promotion über die Geltung umweltvölkerrechtlicher Verträge in bewaffneten Konflikten an der Universität Heidelberg und ihrer Referendarzeit am Kammergericht Berlin begann sie ihre akademische Laufbahn am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg als Referentin unter der Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Wolfrum und wurde dort später von der Max-Planck-Gesellschaft zur Direktorin der Forschungsgruppe „Legitimation ethischer Entscheidungen im Recht“ berufen.

Seit der Habilitation an der Universität Heidelberg über „Recht, Moral und Ethik“ und einer Vertretung an der Universität Kiel, lehrt und forscht Silja Vöneky an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, unterbrochen von einem einjährigen Forschungsaufenthalt (2015 bis 2016) als Visiting Fellow an der Harvard Law School. Die dort begonnen Arbeiten zu Fragen der Risiko-Governance auf der Grundlage des Völkerrechts wird Silja Vöneky im Wintersemester 2018 für ein Jahr als Fellow der 2018-2019 FRIAS Forschungsgruppe “Emerging ethical, legal, philosophical and social aspects of the interaction between humans and autonomous intelligent systems” fortsetzen.

Gegenwärtig ist Silja Vöneky Mitglied der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Internationale Gerechtigkeit und institutionelle Verantwortung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; sie war Mitglied des Vorstandes des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „Kompetenznetzwerk für das Recht der zivilen Sicherheit in Europa“ (KORSE) in Freiburg.

2017 ist Silja Vöneky – auf Vorschlag der Rechtsabteilung des Auswärtigen Amts – in den völkerrechtlichen Beirat des Auswärtigen Amts berufen und in die Schiedsrichterliste Ständiger Schiedsgerichtshof (Permanent Court of Arbitration (PCA), Den Haag) aufgenommen worden. Bereits seit 2001 ist sie wissenschaftliche Rechtsberaterin des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, des Umweltbundesamts und des Alfred-Wegener-Instituts (AWI). Sie ist seitdem auch ständiges Mitglied der deutschen Delegation für die ATCM (Antarctic Treaty Consultative Meetings), verhandelte den Antarktishaftungsannex mit und entwarf im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit das 2017 in Kraft getretene Zustimmungs- und Umsetzungsgesetz zur Implementierung des Haftungsannexes zum Umweltschutzprotokoll des Antarktisvertrages.

Weitere ehrenamtliche wissenschaftlichen Rechts- und Ethikberatung leistet sie seit vielen Jahren in verschiedenen Gremien, die sich mit dem Zusammenspiel von Grenzfragen der Wissenschaft und des Rechts im 21. Jahrhundert beschäftigen: Bis 2016 war sie für vier Jahre auf Vorschlag der Bundesregierung in den Deutschen Ethikrat berufen worden und leitete dort die Arbeitsgruppe Biosicherheit (Biosecurity). Heute ist sie Mitglied des Ethikrates der Max-Planck-Gesellschaft, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission über Wissenschaftsethik der Leopoldina (Nationale Akademie der Wissenschaften Deutschlands) und Mitglied des Kuratoriums der Bundesanstalt für Geowissenschaften (BGR).

 

 

Forschungsprojekte 2017/18

 

Silja Voeneky, Human Rights and Legitimate Governance of Existential and Global Catastrophic Risks, in: Human Rights, Democracy, and Legitimacy (Silja Voeneky/Gerald Neuman (Hrsg.), CUP, erscheint 2018)

Rechtliche und rechtsethische Fragen der Genomeditierung (genome editing / gene drives)

Rechtliche und rechtsethische Fragen der künstlichen Intelligenz: 2018-2019 FRIAS Forschungsgruppe “Emerging ethical, legal, philosophical and social aspects of the interaction between humans and autonomous intelligent systems”

Clublösungen im Klimaschutz: Die Implementierung des Paris-Abkommens in interdisziplinärer Perspektive (zusammen mit J.P. Schneider (Sprecher)/L. Feld/S. Reinicke, Universität Freiburg)

Aufsatz: Bio-Sicherheit und die rechtliche Verfasstheit der Weltgemeinschaft, in Deutschland und der Welt 2030 (D. Messner/St. Mair/L. Meyer (Hrsg.) erscheint 2018)

Kommentierung: The ENMOD-Convention, in Research Handbook on International Arms Control Law (E.P.J. Myjer/T. Marauhn (Hrsg.), erscheint 2019)

Aufsatz: Regeln für Ungeregeltes? Governance für Wissenschaft und Forschung im 21. Jahrhundert (Zeitschrift Vereinte Nationen, erscheint 2019)

Buchprojekt: Risks, International Governance and the Future of Humankind (erscheint 2019)

Kommentierungen zum Grundgesetz – Bonner Kommentar zum Grundgesetz: Art. 126 GG (erscheint demnächst), Art. 18 GG (abgeschlossen), Art. 27 GG (abgeschlossen)

Recht der Antarktis und Arktis: Lehrbuch Internationales Umweltrecht (zusammen mit F. Beck, abgeschlossen 2017)

Schutz der Umwelt durch Menschenrechte: Lehrbuch Internationales Umweltrecht (zusammen mit F. Beck, abgeschlossen 2017)

Kommentierung im Seevölkerrecht – UNCLOS Commentary, Art. 136 ff. UNCLOS (zusammen mit A. Höfelmeier und F. Beck, abgeschlossen 2017)

 

Internationale Konferenzen und Herausgeberschaften

 

Silja Vöneky hat zahlreiche internationale Konferenzen und interdisziplinäre Symposien initiiert und (mit)organisiert, deren Ergebnisse publiziert werden und wurden, wie u.a. „Human Rights, Democracy, and Legitimacy“ (3.-4. Mai 2016, Harvard Law School, USA, erscheint 2018, CUP), Das Missbrauchsrisiko in den BiowissenschaftenBiosicherheitsrelevante Forschung zwischen Freiheit, Fortschritt und Verantwortung“ (3. Juli 2014, Freiburg i.Br.), „The Ethicalization of Law – Fundamental Questions, Dangers and Opportunities from an Interdisciplinary Perspective“ (29.-30. September 2011, Freiburg i.Br.), “Law of the Sea in Dialogue” (4.-5. Dezember 2009, Heidelberg), “Demokratische Legitimation ethischer Entscheidungen” (29.-30. November 2007), „Terrorism as a Challenge for National and International Law“ (24.-25. Januar 2003, Heidelberg) und “Towards an International Ban on Human Cloning” (7.-8. Oktober 2003, Heidelberg).

Sie ist zudem u.a. Mitherausgeberin der Schriftenreihe Ethik und Recht (zusammen mit W. Hinsch, Philosophie, Universität Köln), der Zeitschrift „Ordnung der Wissenschaft“ und der Freiburger Informationspapiere zum Völkerrecht und Öffentlichen Recht.

 

 

Weitere Mitgliedschaften

 

Silja Vöneky ist zudem Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Vereinigungen wie der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer (VDStrL), der Deutschen Gesellschaft für Internationales Recht / German Society of International Law (DGfIR), der European Society of International Law (ESIL), der American Society of International Law (ASIL), der Deutschen Gesellschaft für Wehrrecht und Humanitäres Völkerrecht (DGWHV), der International Society for Military Law and the Law of War, des Deutschen Juristinnenbundes (DJB), des Deutschen Juristentages (DJT) und sie ist Gründungsmitglied der Cambridge Working Group.