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WuV Strafrecht

Im schriftlichen Teil des Staatsexamens ist eine Klausur im Strafrecht abzulegen. Entsprechend nehmen die vorbereitenden WuV-Kurse weniger Semesterwochenstunden ein, wobei die Kernfächer jedoch nicht an Relevanz verlieren sollten. Im Vordergrund stehen die Bearbeitung des Allgemeinen und des Besonderen Teils des Strafrechts, aber eine Wiederholung sowie Vertiefung des Stoffes findet auch im Strafprozessrecht statt.

Ziel der Veranstaltung ist es, den examensrelevanten Stoff des StGB zu vermitteln und in effizienter Weise auf den strafrechtlichen Teil des Staatsexamens vorzubereiten. Zu diesem Zweck wird zunächst das jeweils einschlägige Basiswissen vorgestellt und dann anhand weiterer Fälle aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung gefestigt. Es gibt Klausuren, die Schwerpunkte in einschlägigen Themenbereichen behandeln, wobei eine Vertiefung wichtiger Problemfelder angestrebt wird.

Semesterübersicht mit Umfang der Veranstaltungen in Semesterwochenstunden:

1. Wintersemester

  • Strafrecht AT mit Strafprozessrecht (2 SWS)

 

2. Sommersemester

  • Strafrecht BT mit Strafprozessrecht (2 SWS)

 

Strafrecht AT(mit Strafprozessrecht)

Der WuV-Kurs im Wintersemester setzt den Schwerpunkt auf den Allgemeinen Teil. In diesem Zusammenhang werden auch die unterschiedlichen Deliktsgruppen des Besonderen Teils behandelt. Der Kurs folgt einem Leitfaden und die Ergebnisse der Fallprüfung werden immer vorgestellt, so dass auch die Methodik der Fallbearbeitung vermittelt und für verschiedene Fragestellungen (z.B. Irrtumsprobleme, Täterschaft und Teilnahme und Versuchs- und Unterlassungsdelikte) geschult wird. Der thematische Verlauf orientiert sich an der Systematik führender Lehrbücher. Inhalte dieses WuV-Kurses sind die Tatbestandsmäßigkeit (besonders die Kausalität, die objektive Zurechnung und der subjektive Tatbestand), die Rechtswidrigkeit und entsprechende Rechtfertigungsgründe, die Schuld, sowie Täterschaft und Teilnahme, der Versuch und der Rücktritt von einer Straftat, die Fahrlässigkeit, die Unterlassung und Konkurrenzverhältnisse.

Strafrecht BT (mit Strafprozessrecht)

Die Veranstaltung behandelt die examensrelevanten Tatbestandsgruppen des Besonderen Teils. Sie baut auf dem Wiederholungs- und Vertiefungskurs Strafrecht I auf. Ziel ist es, die examensrelevanten Probleme des BT zu wiederholen und zu vertiefen. Zu diesem Zweck wird zunächst das Basiswissen vorgestellt. In einem zweiten Schritt wird – mit vielen aufbautechnischen Hinweisen – jeweils eine für die einzelnen Tatbestandsgruppen typische Examensklausur besprochen.

Obwohl im Zentrum der Veranstaltung Probleme des Besonderen Teils stehen, wird anhand einer Reihe von Examensklausuren zugleich verdeutlicht, dass der Besondere Teil oft nur den Einstieg in die Fallerörterung bildet und im eigentlichen Kernbereich der Klausur doch wieder Probleme des Allgemeinen Teils stehen (z.B. die Rechtfertigung, die Entschuldigung, Zurechnungsprobleme oder Täterschaft und Teilnahme). Behandelt werden Delikte gegen das Leben, Delikte gegen die körperliche Integrität, Delikte gegen die Freiheit, Eigentumsdelikte, der Raub und die Erpressung, der Betrug (auch der Versicherungsbetrug), die Untreue, Urkundendelikte, Aussagedelikte und sonstige Rechtspflegedelikte, Verkehrsstraftaten und Unfallflucht, Brandstiftungsdelikte und Anschlussdelikte.