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Warum teilnehmen?

 

1. Wissen & Erfahrung im Völkerstrafrecht

 

Der Wettbewerb beschäftigt sich mit aktuellen Problemen des Völkerstrafrechts. Es gibt meist noch keine entwickelte Rechtsprechung zu den behandelten Themen, die Teilnehmer sind also im wissenschaftlichen/rechtspraktischen Diskurs »live« dabei. Häufig diskutierte Streitpunkte waren bisher: Mittelbare Täterschaft und Vorgesetztenverantwortlichkeit, Verwendbarkeit von Beweismaterialien, Immunität von Staatsoberhäuptern, Aufnahme von neuartigen Verbrechen in das Rom-Statut, sowie Fragen nach Gerichtsbarkeit und Zuständigkeit des ICC/IStGH.

Dabei orientiert sich der Fall oft am aktuellen Weltgeschehen, wie z.B. die Abspaltung der Krim von der Ukraine, den Verbrechen in Darfur/Sudan, Cyber-Kriegen, dem Einsatz von Kindersoldaten, moderner Piraterie und vielem mehr.

 

2. Sprachkenntnisse & Rhetoriktraining

 

Die Teilnehmer sind gewissermaßen »gezwungen«, auf Englisch zu recherchieren, zu argumentieren und aufzutreten. Dabei werden insbesondere die anglo-amerikanische Rechtssprache, die Darstellung von Rechtsproblemen und -lösungen sowie der flüssige Vortrag auf Englisch trainiert. Selbst viele deutsche Unternehmen setzten diese Kenntnisse in Englisch – als international wichtigster Verhandlungssprache – bei juristischen Bewerbern mittlerweile voraus.

Die intensive Vorbereitung auf die mündlichen Verhandlungen (oral rounds) und der Vortrag selbst schulen zugleich die Redekunst der Teilnehmer. Ansprechend, schlagfertig, mit Witz und starkem Auftreten von seiner Ansicht überzeugen zu können, ist gerade für angehende Juristen – insbesondere in mündlichen Prüfungen, Vorträgen, späterem Auftreten vor Gericht etc. – unverzichtbar.

 

3. Internationale Kontakte

 

Der Wettbewerb ermöglicht den Teilnehmern, mit Studierenden von Universitäten aus der ganzen Welt zusammen zu kommen, die ihr Interesse an internationalem Strafrecht teilen. Auch bietet der Wettbewerb und dessen Rahmenprogramm eine Gelegenheit, Kontakte zu international renommierten Professoren, aktuellen Richtern und führenden Anwälten auf diesem Gebiet zu knüpfen. Teilnehmer, die später in diesem Bereich arbeiten möchten, können bereits dort auf sich aufmerksam machen und wichtige Persönlichkeiten kennen lernen.

 

4. Anerkennung & Studienfortschritt

 

Jeder Teilnehmer erhält in Den Haag von den Veranstaltern ein Certificate über die erfolgreiche Teilnahme am Wettbewerb. Insbesondere bei einer Bewerbung auf Praktika/Referendarsstationen in internationalen Organisationen oder dem Auswärtigen Amt kann die Teilnahme als besondere Qualifikation des Bewerbers hervorstechen.

Studenten der Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg können durch die Teilnahme eine Sprachqualifikation und eine Schlüsselqualifikation im Sinne von § 9 JAPrO absolvieren. Nach § 22 Abs. 2 Nr. 5 JaPrO wird die Teilnahme zugleich als Freisemester für die Berechnung der Mindestsemester beim »Freischuss« und dem Verbesserungsversuch anerkannt. Im Rahmen der Zusatzausbildung »Europäisches, Internationales & Ausländisches Recht« ist auch eine Anerkennung als Seminarschein möglich.

Mit Blick auf den Studienfortschritt eignet sich eine Teilnahme am »ICC Moot Court Competition« besonders für Studierende in den Schwerpunktbereichen SPB 3 (Strafrechtliche Rechtspflege) und SPB 7 (Deutsches, Europäisches und Internationales Öffentliches Recht) sowie Studierende in der Zusatzausbildung »Europäisches, Internationales und Ausländisches Recht«.

 

5. Spaß & Vergnügen

 

Die Arbeit an den Schriftsätzen und den mündlichen Vorträgen ist zwar anstrengend; die intensiven Erfahrungen in dieser Zeit belohnen jedoch für die viele Arbeit. Der Teamgeist schweißt die Teilnehmer zusammen. Es bleibt das Gefühl etwas Außergewöhnliches geschafft zu haben, wenn die Schriftsätze nach der x-ten Überarbeitung unmittelbar vor der Abgabefrist dann tatsächlich eigereicht sind bzw. wenn die ständig geprobten, mündlichen Vorträge endlich gehalten und das letzte Wort gesprochen ist. Die Spannung über die erreichten Ergebnisse tut dann ihr Übriges.

Auch bleibt während der mehrtägigen Vortragsrunden (Oral round) in Den Haag genügend Zeit für ein offizielles (wie auch inoffizielles) Rahmenprogramm, das viel Raum für interkulturellen Austausch zwischen den Teilnehmern aus aller Welt lässt und die Stadt Den Haag mit ihren Sehenswürdigkeiten den Teilnehmern näherbringt.