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Freiburg Legal Tech

„Legal Tech“ beschreibt als Überbegriff den Einsatz von Technologien in der Rechtsdienstleistung. „Freiburg Legal Tech“ als ein interdisziplinäres Projekt im Schnittstellenbereich von Recht (Legal) und Technologie (Tech) soll – nicht nur – Studierende der Rechtswissenschaften im Rahmen ihrer universitären Ausbildung frühzeitig und umfassend auf die neuen technologischen Entwicklungen und Auswirkungen in der und für die juristische(n) Praxis vorbereiten.
Für die rechtswissenschaftliche Ausbildung an der Universität Freiburg, die sich insbesondere auch durch ihre Innovationsoffenheit auszeichnet, ermöglicht die Integration verschiedener Legal Tech-Elemente in das Lehrportfolio eine – weitere – frühzeitige Verknüpfung der akademischen Ausbildung mit der juristischen Berufspraxis.

 

Von „Legal Tech“ umfasst sind auf der voranschreitenden Digitalisierung beruhende Technologien, die mittels komplexer Algorithmen zunehmend vormals von JuristInnen ausgeführte Aufgaben übernehmen (können). So ermöglichen die Fortschritte in der Texterkennung betreffend die Erschließung und Kontextualisierung des Bedeutungsgehalts von
(juristischer) Sprache eine immer weiterreichende Digitalisierung des Rechts. Entsprechende IT-Produkte unterstützen juristische Arbeitsprozesse bis hin zu einer vollständigen Automatisierung – und sind auf einem guten Weg, die juristische Welt von Grund auf zu verändern. Die durch Legal Tech angestoßenen disruptiven Veränderungen, die sowohl das materielle als auch das Verfahrensrecht umschließen, werden für alle juristischen Arbeits- und Wirkbereiche tiefgreifende Implikationen entfalten. Vor diesem Hintergrund müssen die Ziele, Potentiale und Fragestellungen von Legal Tech (auch) in der Juristenausbildung und der rechtswissenschaftlichen Forschung eine hervorgehobene Berücksichtigung finden.

 

Für das Projekt „Freiburg Legal Tech“ haben Professor Paal und Dr. Hennemann im Jahre 2017 zunächst erfolgreich eine Anschubfinanzierung durch den universitären Innovationsfonds Forschung eingeworben. Im Sommersemester 2018 wurde sodann eine erste Vorlesungsveranstaltung zur Einführung in die Legal Tech-Thematik angeboten. Ebenfalls im Sommersemester 2018 fand unter dem Generalthema „Smart Contracts – schlaue Verträge?“ eine von PD Dr. Fries und Professor Paal verantwortete wissenschaftliche Tagung im Haus zur Lieben Hand statt; diese Tagung wurde freundlicherweise gefördert durch die Fritz-Thyssen-Stiftung und die Tagungsergebnisse werden Ende 2018 in
einem Sammelband im Mohr Siebeck-Verlag veröffentlicht. Für das Wintersemester 2018/19 sind weitere Vorträge und Workshops in Vorbereitung.