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Gastprofessoren

Masaki Taguchi

Königliche Gerichtsbarkeit und regionale Konfliktbeilegung im deutschen Spätmittelalter: Die Regierungszeit Ludwigs des Bayern (1314–1347)

 

Professor Dr. Masaki Taguchi, Jurastudium an der Tokyo Universität, seit 1991 Professor für Rechtsgeschichte an der Juristischen Fakultät der Hokkaido Universität in Sapporo/Japan. Mehrere Forschungsaufenthalte in Deutschland, von 1994 bis 1996 mit einem DAAD-Stipendium in Gießen und 2005 mit einem Stipendium der Alexander-von-Humboldt Stiftung in Freiburg. Er ist regelmäßig Gastprofessor an unserem Institut und forscht dort in der Bibliothek der Germanistishen Abteilung.

Als Ergebnis seiner Freiburger Forschungsaufenthalte legte Masaki Taguchi 2017 die Monographie "Königliche Gerichtsbarkeit und regionale Konfliktbeilegung im deutschen Spätmittelalter: Die Regierungszeit Ludwigs des Bayern (1314–1347)" vor. Sie erscheint als Band 77 der Neuen Folge der Freiburger Rechtsgeschichtlichen Abhandlungen, Reihe B: Abhandlungen zur Deutschen Rechtsgeschichte.

Zum Werk stellvertretend Peter Oestmann in den Onlinerezensionen der Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz: "Masaki Taguchi zählt [...] zu den profiliertesten und besten Vertretern der Deutschen Rechtsgeschichte in Japan. Fast jede größere japanische Juristenfakultät hat einen Lehrstuhl für Deutsche Rechtsgeschichte, besetzt mit Persönlichkeiten, die den Forschungsstand akribisch zur Kenntnis nehmen, mit hoher Sorgfalt lesen und übersetzen, manchmal aber nicht viel publizieren. Wer ein Buch schreiben will, muß zuvor hundert Bücher gelesen haben, hört man von den dortigen Kollegen gelegentlich. Taguchi, Lehrstuhlinhaber in Sapporo im nordjapanischen Hokkaido, legt nun ein Werk zur mittelalterlichen deutschen Rechtsgeschichte vor. Der ehemalige Schüler des bekannten Mediävisten Yoichi Nishikawa kam zu Forschungsaufenthalten oft nach Freiburg und arbeitete dort mit Karl Kroeschell oder Karin Nehlsen-von Stryk zusammen, erschloß in großem Umfang Quellen und sowohl rechtshistorische wie regionalhistorische Literatur und zeigt nun in seiner umfangreichen Monographie, welche neuen Ergebnisse sich bei minutiöser Quellenarbeit in der mittelalterlichen Gerichtsforschung weiterhin erzielen lassen."